Museum Angewandte Kunst

Dr. Sabine Runde

Immer wieder wählen Künstler Körperphänomene als Ausgangspunkt ihres Gestaltens, um Empfindungen im Gegenbild zu selbst erlebten Realitäten eine Form zu geben. Die Epidermis, die physische Grenze zwischen Körper und Umwelt, als komplexes Sinnesorgan des Körpers, eignet sich zur Projektion künstlerischer Reflexion menschlicher Befindlichkeit. Wird durch sie doch den Körper umgebende Luft und jede Berührung wahrgenommen. Sie verrät das Alter und oft auch den Gesundheitszustand eines Menschen und fungiert gleichermaßen als Schutz wie als nach innen und außen durchlässige Membran. Metaphorisch setzt Christiane Budig das transparente, zerbrechliche Material Glas als Außenhaut dafür ein, eine Form zu definieren, deren Inneres gespannte Leere erahnen lässt. In der Installation "von Häuten und Hüllen" werden die seltsam zugerichteten Körper in ihrer gereihten Vervielfältigung konsumtiv angeboten.