Kunststiftung S-A

Dr. Ines Engelmann

Schon seit längerem nutzt Christiane Budig das Material Glas für ihre plastischen Ideen und testet seine Bearbeitungsmöglichkeiten und -grenzen aus. Durch Kombination mit anderen Werkstoffen wie Stoff, Metall, Asphalt oder Gummi erzielt die Künstlerin überraschende Wirkungen. Die Sprödigkeit und Fragilität des Glases, seine künstlerisch wohl kalkulierte Lichtbrechung, -durchlässigkeit oder -undurchlässigkeit werden in ihren Arbeiten häufig zu Metaphern menschlichen Seins, zu Metaphern der Verletzbarkeit, Öffnung, aber auch Abgrenzung. Sie reizt das Einfache,  denn oft ist gerade das, was einfach erscheint komplex, sie reizt das fast Unsichtbare, das, was leicht übersehen wird, und dennoch im Unbewussten verarbeitet wird, sie reizt die Stille, der ruhige Augenblick, indem sie – zurückgeworfen auf sich selbst – den eigenen Puls hört, sie reizen Bilder, die Assoziationen wecken und die Phantasie beflügeln: Die Kreisläufe, deren Verwobensein das Leben zeichnen … ganz einfach und hochkomplex.